Zum Inhalt

Förderung bei LRS

(Lese-Rechtschreibschwäche)

«Lesen und schreiben ist so anstrengend!»

Kinder und Jugendliche, die zu mir in die Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) kommen, haben oft schon einen längeren Leidensweg hinter sich.

Frust und Versagensängste durch negative Lernerfahrungen

Lesen und Schreiben ist für sie nicht nur äusserst anstrengend, sondern oft auch mit viel Frust, Versagensängsten und Scham verbunden. Kinder und Jugendliche mit LRS erleben in ihrem Schulalltag und beim Lernen immer wieder Situationen, in denen sie sich fragen: «Warum kann ich nicht besser lesen und schreiben? Ich übe doch so viel – auch zu Hause!»

Diese wiederkehrenden negativen Lernerfahrungen prägen diese Kinder stark. Irgendwann resignieren sie und denken sich: «Ich kann das sowieso nicht, auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge!»

Schwierigkeiten beim Lese- und Schreibprozess

Die Kinder und Jugendlichen, mit denen ich arbeite, haben im Vergleich zu Gleichaltrigen oft erhebliche Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens. Einige Kinder und Jugendliche lesen langsam und stockend, verwechseln beim Lesen ähnlich aussehende Buchstaben oder vertauschen die Reihenfolge der Buchstaben (z.B. Oma/ Amo). Andere verlieren regelmässig die Zeile beim Lesen und erfinden Wörter während des Lesens, d.h. sie lesen lediglich den Wortstamm und ergänzen diesen mit einer selbst gewählten Endung. Oft wissen solche Kinder auch nicht, was sie gerade gelesen haben.

Die Kinder und Jugendlichen, die zu mir in die LRS-Förderung kommen, schreiben Wörter meist lautgetreu (z.B. Schport, Schtift, laise, Kese). Beim Schreiben verwechseln sie beispielsweise d und t oder ähnlich aussehende Buchstaben (z.B. m/n, v/w, n/r). Wörter schreiben sie oft Buchstabe für Buchstabe von der Wandtafel ab. Einige haben Schwierigkeiten mit der Gross- und Kleinschreibung, Andere ein schlecht lesbares Schriftbild. Sie können oft selbst nicht entziffern, was sie gerade geschrieben haben.

Nicht alle Kinder und Jugendlichen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche zeigen alle oben genannten Auffälligkeiten. Typische LRS-Fehler gibt es nicht. Entscheidend ist die Häufigkeit der Fehler im Vergleich zu Gleichaltrigen.

Lesen und schreiben lernen ist ein mehrstufiger Prozess

Die Lese- und Schreibentwicklung eines Kindes verläuft nach einem mehrstufigen Prozess. Jede höhere Stufe baut auf den darunterliegenden Stufen auf. Beherrscht ein Kind einzelne Kompetenzen einer unteren Stufe noch nicht und muss – seinem Klassenstand entsprechend – Kompetenzen einer höheren Stufe erreichen, kann es die geforderten Leistungen schlichtweg nicht erbringen.

Förderung bei LRS am Lernort «Mach dich GROSS!»

Meine Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche setzt genau auf der Stufe an, wo das jeweilige Kind steht. Gemeinsam durchbrechen wir die Spirale der negativen Lernerfahrungen und kommen mit einem individuell auf das Kind abgestimmten Förderplan ins aktive Tun. So kann es seine Lese- und/ oder Schreibkompetenzen schrittweise festigen und erweitern. Es wird weder unter- noch überfordert. Dadurch darf das Kind positive Lernerfahrungen machen, die es in seinem Selbstvertrauen stärken.

Vorgehen für die Förderung bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

Das sind die drei Phasen unserer Zusammenarbeit:

Phase 1: Kennenlernen, Anamnese der Lernsituation und Diagnostik
Um gemeinsam einen guten Weg mit Lernen und der Schule zu finden, stellen sich im Vorfeld einer Förderung bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) im Rahmen der «Anamnese» diverse Fragen:

  • Welche Interessen und Stärken hat das Kind? Was motiviert das Kind?
  • Wann macht dem Kind Lernen Freude?
  • Welcher Lerntyp ist das Kind?
  • Wie gestaltet sich die Lernsituation zu Hause (Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitung)?
  • Was fällt dem Kind beim Lernen/ Hausaufgaben machen besonders schwer?
  • Welche wichtigen Voraussetzungen für das Lernen sind noch nicht nachhaltig entwickelt?
  • Welche Erlebnisse haben zu einer negativen Einstellung zum Lernen geführt?
  • Was verhindert «gutes Lernen» für das Kind?

Diese Fragen ermöglichen eine differenzierte Einschätzung des Lernverhaltens des betreffenden Kindes oder Jugendlichen sowie der aktuellen Problemfelder.

Im Anamnesegespräch bespreche ich mit den Eltern und – nach Möglichkeit – mit dem Kind/ Jugendlichen die aktuelle Lern- und Schulsituation, Herausforderungen und Wünsche für die Förderung bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche). Auch machen wir gemeinsam einen Ausblick auf das weitere Vorgehen.

Förderdiagnostik: Anschliessend an das Anamnesegespräch ermittle ich mit förderdiagnostischen Verfahren die Lernvoraussetzungen und den aktuellen Lernstand des Kindes.

Auswertung der Testergebnisse: Danach werte ich die förderdiagnostischen Tests aus inkl. Analyse und Interpretation der Testergebnisse.

Phase 2: Gemeinsam Ziele und Schritte vereinbaren
Auf Grundlage des Anamnesegesprächs und der Testauswertung erstelle ich eine Förderplanung (Förderschwerpunkte, Förderziele und Fördermassnahmen).

Gemeinsam mit dem Kind/ Jugendlichen und seinen Eltern vereinbare ich individuelle Ziele für die Förderung bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche). Auch besprechen wir gemeinsam die Schritte und Fördermassnahmen, die hilfreich sind, um die vereinbarten Ziele zu erreichen.

Die Ziele einer Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche sind vielfältig. Beispiele für mögliche Ziele:
• Motivationsförderung
• Aufarbeitung und Neuaufbau von Lese- und Rechtschreibfähigkeiten
• Neuaufbau und Training der Lesekompetenz und Leseverstehensleistung
• Stärkung des Selbstvertrauens
• Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit fördern

Phase 3: Unsere Förderung bei LRS beginnt.
Grundlage für die Förderung bei LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) sind Hausaufgaben, Prüfungsmaterial und Schulbücher des betreffenden Kindes oder Jugendlichen.

Für das Erreichen der individuell vereinbarten Lernziele der Kinder und Jugendlichen verwende ich bewährte Lernmaterialien aus der Schulpraxis, zum Beispiel:

• Marburger Rechtschreibtraining

• Flüssig lesen lernen

Diese Lernmaterialien kombiniere ich mit einem ganzheitlichen Lernansatz, der verschiedene Bewegungserlebnisse (z.B. bewegtes Lernen, Körperübungen) und spielerische Übungen zum aktuellen Lerngegenstand beinhaltet.

Wie kann ich dein Kind und dich unterstützen?

Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme!

© Martina Schönenberg | mach dich GROSS | 2025